Die eigene Facebook-Seite 

heute ein Must im Gastgewerbe

 

Social Media wird immer wichtiger und somit auch Facebook. Dieses boomt und so ist heute eine Facebook-Seite ein Must für jeden gastgewerblichen Betrieb.

 

Michael Hostmann*

 

Erst vor sieben Jahren wurde Facebook von Studenten der Harvard University in den USA erfunden und hat heute 600 Millionen Nutzer weltweit. In der Schweiz gab es Anfang des Jahres über 2,45 Millionen Facebook Mitglieder. Also jeder dritte Bewohner in der Schweiz ist Facebook-Nutzer. Im Gastgewerbe ist leider festzustellen, dass es bis heute erst wenige Restaurants gibt, die eine eigene Facebook-Seite besitzen. Schon etwas mehr sind die Hotels und die Bars/Discos vertreten. Viele, sehr viele Betriebe müssen aber erst noch den Schritt wagen, eine eigene Facebook-Seite zu erstellen.

 

Gute Facebook-Seiten rund um das Gastgewerbe

 

«la table d'hôte»

Essen und Trinken mit Daniel Ebneter – von «eine schöne Kindheitserinnerung» über «Schwarzwald meets Mittelmeeer» bis «so wie der Bratkartoffelsalat getönt hat, hat er auch ausgesehen und geschmeckt.» Etwas für jeden Geniesser.

 

«Best of Swiss Gastro»

Wer kennt Best of Swiss Gastro nicht?

Das Netzwerk der Schweizer Gastronomie! Auf der Facebook-Seite gibt es noch viele Informationen über den Award, die bisher 1 831 Personen gefallen.

 

«Aufgabeln-Bern»

Die Facebook-Seite wurde mit folgenden Zielen gesetzt:

– Mit Inhalten von vielen Fotos, Textauszügen aus dem Buch «Restaurant Bern»

– Aufbau einer Community mit Gastrointeressierten in Bern

– Diskussionsbeiträgen, Umfragen, Verlinkung von News aus der Berner Gastronomie.

 

«B&N Service»

Hier staunt man über die Designlinie mit interessanten Produkten, Chinagras-Partyteller und jetzt wird es goldig, mit einer Foto-Show von wirklich sehr neuen Produkten, die jeder Bar und jedem Restaurant einen besonderen Stil geben können.

 

Facebook-Seite von «Hiltl»

Das Restaurant «Hiltl» in Zürich kennt wohl jeder. Spiegel-Online – eine der wichtigsten Nachrichtenmagazine in Europa – schrieb soeben über das Restaurant und seinen Chef Rolf Hiltl folgendes: «Hiltl», halblanges Haar und zerrissene Jeans, trägt an seinem Hemd ein Schildchen mit seiner E-Mail-Adresse. Jeder Angestellte hat das auch, damit die Gäste ihre Fragen und Wünsche direkt per Mail an die Kellner richten können. Auch das Restaurant ist multimedial verkabelt. Überall hängen Flatscreens an den Wänden. Wer will, kann sein Essen via Smartphone auf Hiltls Facebook-Seite kommentieren. Kommunikation ist heute alles, sagt Hiltl und fügt hinzu: «Man muss auch ein bisschen laut sein, wenn man in Zürich als Gastronom bestehen will.»

 

«Europa-Park Mark KG»

Eine Facebook-Seite sogar mit rund 250 000 Personen denen «das gefällt»! Und über 30 Videos, die man auf der Facebook-Seite vom Europa-Park in Rust anschauen kann.

 

Facebook-Seiten klassischer Restaurants

Diese zeigen z.B. die aktuellen Tagesmenüs, wie es «IhrRestautantBaeren.ch» in 8309 Nürensdorf oder das «Restaurant zum Metzgertor» in Chur machen. Für den Leser ist es hier noch wichtig: «IhrRestaurantBaeren» genauso wie es hier steht ins Facebook schreiben, nur ohne Anführungszeichen, damit der Leser auch auf die Facebook-Seite des Betriebes kommt. Ist nur ein Buchstabe falsch – dann lieber via Google versuchen, den normalen Namen des Betriebes eingeben und Facebook dazufügen. Genauso kann festgestellt werden, ob ein bestimmtes Restaurant schon im Facebook ist. Weitere Beispiele:

– Bonvin Steakhouse + Bar, Bremgarten 

– starker Partner Nauer Weine

– Café Lienhard, Winterthur – immer ­einwandfrei und fein 

– Adriano's Bar und Cafè, Bern – schönste Bar der Welt, sagt eine Gruppe

– Restaurant St. Albaneck, Basel – «So Bailzli sot wieder meh gäh z Basel»

Das Frankfurter Gourmetrestaurant «Villa Merton» spricht via Facebook den Gourmet-Nachwuchs an. Mit der Aktion «Werde Fan» auf der Facebook-Seite der «Villa Merton» und dann gibt es fast 50 Prozent Rabatt. Hiermit werden vor allem jüngere Gourmets angesprochen, die dann – durch diese Aktion – auch die Feinschmecker-Küche besuchen gehen. Eine neue Zielgruppe wurde so durch Facebook gewonnen!

 

Viele Hotels nutzen Facebook

Bei vielen Hotels kann der Gast via Facebook schon reservieren – Book now, z.B.: 

– Victoria-Jungfrau Grand Hotel & Spa, Interlaken

– Hotel Palace Luzern

– Hotel Adler Zürich 

 

Und folgende Hotels haben noch etwas Besonderes zu bieten:

– Kulm Hotel St. Moritz – immer wieder neue Fotos

– Hotel Walliserhof, Leukerbad – mit Facebook-Rabatt für alle «Gaffer»

– Hotel Alpenhof Zermatt – mit «es blüht die Alpenflora in Zermatt»

– Etap Hotels, International – mit «smart deals»

– Swiss Youth Hotels – Facebook Wettbewerb, gewinne ein Wochenende

– Hotel Bristol, Genf – eine der wenigen Facebook-Seiten mit «Diskussion».

 

Dancing, Disco, Club Hier gibt es viele interessante Seiten…

– Pravda Dancing Club, Luzern – immer wieder neue Fotos

– DanceInn, 9542 Münchwilen – noch das Tanzbein schwingen

– Disco Bowling, 4133 Pratteln -ist Bowling oder Disco geiler?

– Vacilla Club, Lugano – schon viele Besucherzahlen

– Dubfire@komplex 457, Zürich – alle die kommen wollen, sieht man schon in der Bildergalerie.

 

Und was machen McDonald's und Burger King?

Burger King startete kürzlich eine der grössten Verschenkungsaktionen, die es bisher auf Facebook Deutschland gegeben hat. 50 000 fans der Facebook-Seite der Restaurantkette bekamen einen Gutschein für einen Whopper gratis, den man direkt per PC hat ausdrucken können. McDonald's führte in der Schweiz einen Fotowettbewerb via Facebook mit sehr vielen Geschenken (Mountainbikes «Hopp Schwiiz», Noxon iRadio Cubes et.) durch. Beide machen laufend Aktionen via Facebook. Einfach reinschauen.

 

Vor- und Nachteile einer Facebook-Seite

Die Vorteile vom stark wachsenden Facebook sind: Der Bekanntsheitgrad gerade von Klein- und Mittelbetrieben wird erhöht, alte Gäste können leichter informiert und unterhalten werden, neue Gäste und neue Zielgruppen werden angesprochen.  Besonders die neuen Zielgruppen bringen in Zukunft einen Mehrumsatz – und Facebook kann jeder gratis benutzen und ist daher sehr budgetschonend. Und Facebook ist ein sehr schnelles Medium. So können leicht aktuelle Infos, Gutscheine, Goodies oder Veranstaltungstipps an das eigene Netzwerk kommuniziert werden. Ein Eintrag auf der Pinnwand reicht. Einem Freund, einem Fan gefällt ein Posting und schon kann er/sie es wieder mit dem eigenen Netzwerk teilen. Auf Facebook hat jeder die Möglichkeit, Fotos, Videos und Texte zu laden und mit den Gästen via Facebook in Kontakt zu treten, z.b. Fotos einer Veranstaltung/Party stehen am nächsten Tag im Facebook.

Bei den Nachteilen besonders wichtig ist die Verletzung der Privatspähre. McDonald's toleriert von seinen Fans keine Inhalte (Texte, Bilder und Videos) die anstössig, obszön, bedrohend, irreführend sind. Auch direkte oder indirekte Werbung für Produkte Dritter ist nicht gestattet. Ein weiterer Nachteil von Facebook ist der Zeitaufwand. Selbst wenn sich der Wirt nur 15 Minuten pro Tag mit dem Facebook beschäftigt, sind das im Jahr 90 Stunden, also mehr als zwei Wochen Arbeit. «Diese verwende ich besser für meine Gäste», sagt eine Wirtin. Das notwendige Fachwissen ist dank Facebook leicht erlernbar. Und wenn jemand eine gute Idee veröffentlicht, kann sie der Konkurrent sofort nachmachen.

 

Eine attraktive Facebook-Seite ­erstellen!­­­­­­­

Wie geht der Wirt, der Hotelier, der Bar- und Dancingbesitzer vor, um eine attraktive Facebook-Seite zu erstellen?

1. Die eigene Facebook-Seite aufschalten, ist gratis, ja gratis! Er bespricht dieses Thema mit demjenigen, der seine Internetseite erstellt hat, oder sie im Augenblick betreut. Denn die Internet-Seite und die Facebook-Seite müssen aufeinander abgestimmt sein.

 

2. Dann muss ein Konzept für die Facebook-Seite erstellt werden. Was soll alles dort veröffentlicht werden? Genügend Beispiele sind schon erwähnt worden. Aber nicht nur diese Facebook-Seiten sollten angeschaut werden, sondern auch die von Betrieben in der Nähe. Wer von meinen Konkurrenten hat schon eine Facebook-Seite? Und wie sieht sie aus? Spricht sie meine Gäste an? 

 

3. Wenn man keine Internetseite hat und/oder die Facebook-Seite selber erstellen möchte, geht man wie folgt vor: Adran Houriet hat in seiner Bachelorarbeit 2010 an der Schweizerischen Tourismusfachschule das Thema behandelt. Er schlägt vor: Der Restaurateur/Hotelier begibt sich aufeinander de-de.

facebook.com und gibt dort die nötigen Informationen ein. Um eine Facebook­Seite zu erstellen, hilft der Kontakt www.facebook.com/pages/create.php weiter. Falls eine Seite für eine Unternehmung erstellt werden soll, muss entweder die Kategorie «Lokale Unternehmen oder Ort» oder «Unternehmen, Organisation oder Institution» gewählt werden. Entscheidend ist hier, ob die Unternehmung eher lokal oder auf nationaler bzw. internationaler Ebene tätig ist. Entscheidend ist hier der gewählte Benutzername. Die Seite kann so vom Nutzer direkt auf der Adresse www.facebook.com/gewählter Name besucht werden. Daraus folgt, dass dieser Name auch von keinem andere Unternehmen mehr gewählt werden kann. Der Hotelier/Restaurateur sollte hier einen möglichst ­einfachen und einprägsamen Namen wählen. Wenn die Facebook-Seite professionell aussehen muss, auch von iPhone und iPad-Benutzern gebraucht werden soll, dann ist die Hilfe eines Experten notwendig. Den findet der Leser am besten wenn er eine gute Facebook-Seite aus der Nähe anruft und fragt, wer diese Seite erstellt hat oder schaut unter www.computerworld.ch unter «Service» nach und findet dann genügend IT-Berater aus der Gegend z.B.:

–  business + disign AG 4712 Laupersdorf

–  Robi Lack, Social Medi’a Beratung 2544 Bettlach/Solothurn.

Ganz wichtig ist, nur Dinge zu veröffentlichen, die für alle zugänglich sein sollten und die keinen beleidigen könnten. Alles was im Facebook steht ist öffentlich.

 

Facebook-Seiten aktuell halten

Eine Erstellung einer Facebook-Seite ist relativ einfach. Die Herausforderung liegt in der regelmässigen Erstellung von Inhalten. Die Inhalte sollen überraschend und unterhaltsam sein. Beispiele siehe unter den aufgeführten Adressen. Einmal im Monat sollte die Facebook-Seite aktualisiert werden.

 

Und wieder eine neue Technik beim Facebook

Es geht so schnell bei Facebook. Ein neuer «Send-Button» macht dem beliebten «Gefällt mir»  Button Konkurrenz. Der neue «Send-Button» soll das beliebte «Social Sharing», also das Teilen von Inhalten, persönlicher machen. Z.B. können jetzt ganze ­Fotoalben auf einmal an eine Gruppe hochgeladen werden. Und dieser «Send-Button» macht auch dem traditionellen E-Mail ­Konkurrenz. So gibt es in den USA und 

in Deutschland schon eine @facebook-Adresse, die auch bald in die Schweiz kommen wird.

Die Social-Media-Zeit und die Ansprüche ändern sich drastisch. Aktuell bleiben, ist notwendig für jeden im Gastgewerbe und jeder muss heute eine eigene Facebook-Seite haben! Das meint Michael Hostmann.