Bier soll teuer werden

GastroSuisse will Feldschlösschen (seit 2000 Carlsberg Breweries) ihr Bier ab Mai 2012 um durchschnittlich 4,4 Prozent teurer ans Gastgewerbe verkaufen. Dies in einer Zeit, in der das Gastgewerbe bereits überteuerte Preise schlucken muss. Da wundert es nicht, wenn z.B. die Basler Wirte das Heft in die eigene Hand nehmen und Parallelimporte organisieren (siehe Beitrag von Michael Hostmann auf den Seiten 15 und 16.

Klaus Künzli, Zentralpräsident von GastroSuisse betrachtet diese Preispolitik als schwierig nachvollziehbar. Der Zeitpunkt sei sehr schlecht gewählt, die Frankenstärke setze dem Gastgewerbe schwer zu. Die Branche fordert denn auch, dass Währungsgewinne auf Importbier weitergegeben werden. Der offizielle Listenpreis für den Wirt sei oft im Einstand höher als der Verkaufspreis des gleichen Biers im Detailhandel.

Feldschlösschen begründet die Preiserhöhung mit gestiegenen Transportkosten und den Marketinganstrengungen im Kampf gegen die Importbiere. Auch das Gastgewerbe, so Verbandspräsident Künzli, sei einem immer härter werdenden Wettbewerbsdruck ausgesetzt und könne solche Erhöhungen nicht einfach an den Gast weitergeben. Und zudem sei es Sache jedes Unternehmers, seine Werbekosten selber zu finanzieren. Das Gastgewerbe werden mit solchen Erhöhungen gezwungen, Alternativen zu suchen.